Gesetzliche oder Private Krankenversicherung?

Diese Entscheidung sollte genau überdacht werden, denn es ist meist eine Entscheidung für das ganze Leben.

Immer mehr Menschen überlegen in die private Krankenversicherung zu wechseln. Sie sollten die Leistungen und Tarife genau vergleichen bevor sie diesen Schritt gehen. Der Weg zurück in die gesetzliche Versicherung kann sehr schwer sein.

Worin liegt der Unterschied zwischen der Gesetzlichen Krankenversicherung und der Privaten Krankenversicherung?

Es gibt zahlreiche Punkte, in denen sich die beiden Formen der Krankenversicherungen unterscheiden. Daher sollten der Gedanke über einen Wechsel von der Gesetzlichen Krankenversicherung zur Privaten Krankenversicherung genau geprüft werden.

Denn ein Wechsel zurück von der Privaten Krankenversicherung in die Gesetzliche Krankenversicherung ist nur sehr schwer machbar oder sogar unmöglich.

Es gilt bei der Gesetzlichen Krankenversicherung, dass die versicherten Personen alle gleich zu behandeln sind. Das gilt insbesondere für die Leistungen und die Beitragsberechnung.

Die Private Krankenversicherung bietet den Versicherten die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, welchen Tarif und weitere Leistungen sie wählen möchten. So kommen auch die unterschiedlichen Tarife zu Stande.

Die beiden Versicherungsformen sind von Grund auf verschieden

Die Beiträge für die Krankenversicherungen werden verschieden berechnet. Bei der Privaten Krankenversicherung fließen verschiedene Faktoren in die Beitragsberechnung ein. Der Kunde wählt so in der Regel einen Tarif, der die von ihm angestrebten Leistungen enthält.

Außerdem werden unter anderem das Geschlecht, das Eintrittsalter und die gesundheitliche Verfassung der zu versichernden Person bei der Beitragsberechnung berücksichtigt. Möchten weitere Familienmitglieder bei der Privaten Krankenversicherung mit versichert werden, müssen diese extra versichert werden.

Das heißt, es entstehen zusätzliche Kosten. Nimmt man die Gesetzliche Krankenversicherung im Vergleich dazu, richtet sich die Höhe des monatlichen Beitrages nach dem Bruttoverdienst des Versicherten.

So zahlen der Arbeitgeber und auch der Arbeitnehmer jeweils den gleichen Anteil. 2015 sind das insgesamt 14,6 Prozent, die sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen. Darüber hinaus zahlen die Arbeitnehmer einen zusätzlichen Beitrag, der von den gesetzlichen Krankenversicherungen festgelegt werden kann.

Eigene Kinder sind bis zum 25. Lebensjahr über die Familienversicherung mit versichert. Dafür dürfen diese allerdings nur ein eigenes Einkommen bis maximal 400 Euro monatlich haben.

Kosten und Leistungen bei gesetzlichen Krankenversicherungen

Auch die Leistungen sind in beiden Versicherungsformen verschieden. Bei Gesetzlichen Krankenversicherungen sind ein Großteil der Leistungen, die übernommen werden, gesetzlich vorgeschrieben. Man spricht von der Grundversorgung.

Geregelt wird beispielsweise, dass sowohl die Auswahl des Krankenhauses oder auch des behandelnden Arztes eingeschränkt ist. Ebenso, dass vorrangig Mehrbettzimmer bei einem Krankenhausaufenthalt gewählt werden müssen.

Je nach Krankenkasse ist es aber auch möglich, weitere Zusatzleistungen zu wählen. Hierfür entstehen dann Extrakosten. Viele gesetzliche Krankenkassen bieten den Versicherten auch verschiedene Bonusprogramme an, an denen sie teilnehmen können.

Kosten und Leistungen bei privaten Krankenversicherungen

Im Vergleich dazu bietet die Private Krankenversicherung verschiedene Tarife, aus denen die Versicherten wählen können. Daher sind die Leistungen, die von der Krankenversicherung übernommen werden, auch an der Art des Tarifes der gewählt wurde abhängig.

So haben die Versicherten dann beispielsweise oftmals die Möglichkeit, den Arzt selbst zu wählen, von dem sie behandelt werden möchten. Auch die Wahl des Einzel- oder Zweibettzimmers gehört in der Regel dazu.

Bei beiden Versicherungsformen besteht, abhängig von der Krankenkasse und den Bestimmungen des Vertrages, am Jahresende die Möglichkeit auf eventuelle Rückzahlung von gezahlten Monatsbeiträgen.


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Welche Vorteile bringt die Private Krankenversicherung gegenüber der Gesetzlichen Krankenversicherung?

Der größte Vorteil liegt darin, dass es keine sogenannte Budgetierung für die Behandlung der Versicherten gibt. Das heißt, der Arzt kann ohne große Aufwendung die Behandlung für den Patienten wählen, die am besten geeignet ist.

Somit steht einer raschen und gezielten Behandlung im Regelfall nichts im Wege. Im Gegensatz dazu die Gesetzliche Krankenversicherung. Hier gibt es die sogenannte Budgetierung. Dabei erhält der Arzt pro Patient ein Budget, das für die Behandlung zur Verfügung steht.

So kann es gerade am Jahresende, wenn dieses Budget ausgeschöpft ist, der Fall sein, dass die Behandlung auf das neue Jahr verschoben werden muss. Des Weiteren kann es der Fall sein, dass es dem Arzt nicht mehr möglich ist bestimmte Medikamente zu verschreiben.

Doch die Gesetzliche Krankenversicherung muss im Regelfall alle Personen aufnehmen. Um in der Privaten Krankenversicherung Mitglied zu werden, müssen jedoch bestimmte Bedingungen vom Kunden erfüllt werden.

Die Gesetzliche Krankenversicherung gilt in der Europäischen Union oder zusätzlich in den Ländern, die dem Sozialversicherungsabkommen zugestimmt haben. Die Private Krankenversicherung hingegen gilt in ganz Europa. Außerdem gilt sie einen Monat weltweit, was zum Beispiel für Urlaube von Vorteil ist.