Gesetzliche Krankenversicherung im 1. Halbjahr 2013 mit Finanzierungsdefizit

Freitag den 11.10.2013

Sind die Zeiten der großen Überschüsse in der gesetzlichen Krankenversicherung vorbei? Dies lassen zumindest die Zahlen vermuten, die das Statistische Bundesamt zur Sozialversicherung im 1. Halbjahr 2013 veröffentlicht hat. Dabei hat die GKV ein Finanzierungsdefizit hinzunehmen von fast einer Milliarde Euro.

Die Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen beliefen sich dabei in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf 96,8 Milliarden Euro. Damit erhöhten sich die Kasseneinnahmen gegenüber dem 1. Halbjahr des vergangenen Jahres um 1,5 Prozent. Die höheren Ausgaben sind vor allem das Ende der Praxisgebühr, die auf den 1. Januar 2013 wegfiel, begründet. Damit stiegen die Ausgaben im 1. Halbjahr dieses Jahres um 4,9 Prozent auf 97,8 Milliarden Euro. Im Vergleich zwischen Einnahmen und Ausgaben der GKV in den Monaten Januar bis Juni 2013 ergab sich somit ein Finanzierungsdefizit von 0,9 Milliarden Euro.

Noch im 1. Halbjahr 2012 hatte hier eine ganz andere Zahl gestanden, damit hatte die gesetzliche Krankenversicherung einen Finanzierungsüberschuss von 2,2 Milliarden Euro erzielt. Noch sitzt die GKV zwar dank der Milliardenüberschüsse der Vergangenheit auf einem guten Polster, doch das Wegfallen der Praxisgebühr zehrt eindeutig an den Kassen der gesetzlichen Krankenkassen. Die Frage wird nun sein, ob es nicht möglicherweise so kommt, dass ab 1. Januar des kommenden Jahres die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung wieder steigen werden, möglich ist derzeit so einiges. Solange jedoch die zukünftige Bundesregierung noch nicht eingesetzt wurde, sind dies alles Mutmaßungen. Mit einer neuen Regierungskoalition, egal ob Schwarz-Rot oder Schwarz-Grün, könnten durchaus auch Änderungen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung kommen.

Ob es indes zu einer Einführung der Bürgerversicherung kommen sollte, ist derzeit eher vage. Noch findet die Tendenz zur Abschaffung der privaten Krankenversicherung und dem Schaffen einer einheitlichen Krankenversicherung für alle bei den Unionsparteien keine Liebhaber. Ob der mögliche spätere Koalitionspartner hier jedoch seine Trümpfe wird ausspielen können, bleibt abzuwarten, schließlich ist das Gesundheitsressort durchaus ein wichtiger Ministerposten in einer Zeit, in der die Krankenversicherung  und ihre Zukunft sowie ihre Reform immer mehr zum großen Thema wird.

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