GKV: Streit um kostenpflichtige Zusatzleistungen von Ärzten

Mittwoch den 1.02.2012

Die Broschüren mit den verschiedenen kostenpflichtigen Zusatzleistungen sind mittlerweile in fast jeder Arztpraxis zu finden. Nicht immer sind die teuren Leistungen auch hilfreich, manchmal können sie jedoch gesund machen – und manchmal werden sie sogar von den Krankenkassen übernommen. Die Liste der Zusatzleistungen, die Ärzte ihren Patienten anbieten, wird immer länger. In Arztpraxen scheint es fast zum guten Ton zu gehören, kostenpflichtige Leistungen, die nicht von den Kassen erstattet werden, mit privater Kostenübernahme an den Patienten oder die Patientin zu bringen.

Dabei ist nicht jede Leistung auch für die Gesundheit nötig – und nicht jede angebotene Leistung muss vom Patienten  auch tatsächlich selbst bezahlt werden. Ein Teil der kostenpflichtigen Zusatzleistungen kann auch von der Krankenkasse übernommen werden, wenn diese etwa solche Leistungen in dem Teil des Leistungskatalogs hat, der individuell zusammengestellt werden kann – oder wenn die Leistung als notwendig erachtet wird.

Welche Leistungen notwendig sind, und welche zumindest zum Teil von den Krankenkassen übernommen werden, unter anderem darüber will die neue Internetseite Igel-Monitor Auskunft geben. Das von Krankenkassen projektierte Portal soll auch Informationen darüber geben, welche kostenpflichtigen Zusatzleistungen sinnvoll sind und welche einfach nur das Geld der Patienten kosten, ohne Sinn zu machen. Und nicht jede der Leistungen, die von den Patienten selbst bezahlt werden müssen, bringen nur Vorteile mit sich. Bei manchen ist der Schaden größer als der Nutzen. Auch darüber will Igel-Monitor aufklären.