Wird bei allen Krankenzusatzversicherungen eine Gesundheitsprüfung verlangt?

Wegen ständig sinkender Leistungen und damit verbundenen höheren Eigenanteilen bei den gesetzlichen Krankenkassen überlegen sich immer mehr Verbraucher, eine private Krankenzusatzversicherung abzuschließen. Dabei kommt dann die Frage auf, ob bei allen angebotenen Versicherungen auch die Gesundheitsprüfung ansteht.

Der Eigenanteil bei den gesetzlichen Krankenkassen wächst weiter

In den letzten Jahren wurden von den gesetzlichen Krankenkassen immer weiter die Leistungen im Krankheitsfall gekürzt. Dies kommt besonders bei Sehhilfen oder Zahnbehandlungen zum Tragen, aber ebenso wird die Kostenübernahme bei bestimmten, aber dennoch für den Patienten wichtigen Medikamenten oder höherwertigen Behandlungen auf ein Minimum begrenzt. Eine Vielzahl von Heilungsmaßnahmen müssen sogar völlig aus eigener Tasche bezahlt werden. Die Krankenkassen gewähren lediglich eine Grundversorgung und kommen für Vorsorgeuntersuchungen auf. Schon aus diesem Grund wird eine Vielzahl von besonderen Bonusprogrammen angeboten, die ein mögliches Gesundheitsrisiko aufzeigen sollen. Ebenso stehen dem gesetzlich Versicherten zusätzliche Wahltarife zur Verfügung, die weiterhin höhere Kosten übernehmen sollen, allerdings bleibt auch hier noch vielfach ein Eigenanteil für den Patienten übrig. Da jedoch die Verbraucher immer weniger Geld zur Verfügung haben, verzichten sie häufig auf bessere oder gerade bei den Zähnen wichtige Behandlungen. Allerdings kann dies dauerhaft gesehen erst recht zu schwerwiegenden Erkrankungen führen, welche sich dann wiederum in den Kosten für die Krankenkasse wiederspiegeln. Wer jedoch seine Behandlungen jeglicher Art so durchführen lassen möchte, wie es für die Erhaltung der eigenen Gesundheit nötig ist, überlegt daher immer häufiger, eine private Krankenzusatzversicherung abzuschließen.

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Die private Krankenzusatzversicherung mit der Gesundheitsprüfung

Um die beste Absicherung für den Krankheitsfall mit dem günstigsten Tarif zu erhalten, hat sich das Internet als eine gute Alternative herausgestellt. Auf diversen Seiten für einen Onlinevergleich findet der Verbraucher nicht nur eine Aufstellung der Gesellschaften, die eine Absicherung anbieten, die individuell auf den Versicherten zugeschnitten ist. Ebenso stehen hier weitere Informationen zur Verfügung, bei denen auch mögliche aktuelle Veränderungen berücksichtigt werden. Was dem Verbraucher auffällt, sind die Gesundheitsfragen, die es gilt zu beantworten. Hierbei geht es beispielsweise um bereits vorhandene Erkrankungen sowie durchgeführte Operationen innerhalb der abgelaufenen fünf Jahre. Mit der Gesundheitsprüfung soll das mögliche Risiko berechnet werden und wird sich dann entsprechend im Tarif wiederspiegeln. Bei mehreren Erkrankungen wird ebenfalls häufig eine ärztliche Untersuchung oder aber die Entbindung des Arztes von der Schweigepflicht abverlangt. Und dann kann es natürlich ebenso passieren, dass der Verbraucher aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes nur sehr schwer eine entsprechende Absicherung in der Krankenzusatzversicherung erhält. Häufig bieten ebenso die gesetzlichen Krankenkassen eine solche Zusatzversicherung an. Hier wird mit privaten Gesellschaften zusammengearbeitet und selbst in solch einem Fall kommen einige Gesundheitsfragen auf den Versicherten zu, die sich jedoch noch im Rahmen halten. Damit soll gewährleistet werden, dass auch ältere Versicherte noch solch eine Absicherung erhalten können.

Die private Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung

Wer bei einer privaten Krankenzusatzversicherung keine Gesundheitsfragen vor dem Abschluss beantworten möchte, wird mit Sicherheit seine Gründe dafür haben. Natürlich bieten immer mehr Versicherungsgesellschaften auch diese Absicherung ohne die Gesundheitsprüfung an. Allerdings wird der Verbraucher um die Frage nach Alter und Geschlecht selbst hier nicht herumkommen. Aufgrund von statistischen Aufstellungen ist es der Gesellschaft möglich, ein gewisses mögliches Risiko zu ermitteln. Denn je älter der zukünftig Versicherte ist, umso mehr wächst das Risiko, eine kostenintensive Erkrankung zu bekommen. Ebenso gibt es geschlechtsspezifische Erkrankungen oder solche, an denen beispielsweise die Frauen häufiger erkranken als die Männer. Die Folge einer privaten Krankenzusatzversicherung, die ohne eine Gesundheitsprüfung erhältlich ist, wird sich in höheren Beiträgen widerspiegeln. Daher ist es grundsätzlich ratsam, erst eine Versicherung mit einer Gesundheitsprüfung anzustreben. Sollte sich dann herausstellen, dass aufgrund der vorliegenden Erkrankungen eine Absicherung nicht möglich ist, kann der Versicherte immer noch bei einer anderen Gesellschaft einen Vertrag ohne Gesundheitsprüfung abschließen. Dabei nicht außer Acht gelassen werden sollte in jedem Fall die Tatsache, dass bei den Verträgen ohne Gesundheitsfragen sehr häufig eine Wartezeit zugrunde liegt. Diese Länge, die zweifelsohne einige Monate betragen kann, muss bereits in den Bedingungen entsprechend angegeben sein. Das bedeutet, dass unter Umständen im Ernstfall nur die Kostenübernahme erfolgt, wenn es sich um eine neue Erkrankung des Patienten handelt und der Vertrag möglichst schon einige Zeit besteht. Daher sollte das Kleingedruckte vor dem Abschluss genauestens durchgelesen werden. Es werden auch Verträge ohne Wartezeit angeboten, die jedoch wiederum höhere Beiträge mit sich ziehen können. Deshalb ist ein genauer Vergleich aller Agenturen als sehr wichtig anzusehen. Grundsätzlich keine Gesundheitsprüfung wird bei dem Abschluss einer Zahnzusatzversicherung verlangt. Hier werden von den Versicherten beispielsweise verschiedene Absicherungen angeboten, die nach den Altersgruppen gestaffelt sind. Dies bedeutet, junge Menschen zahlen einen niedrigeren Tarif als ältere Menschen, denn im Laufe der Lebensjahre wird davon ausgegangen, dass ein Zahnersatz immer wahrscheinlicher wird. Dennoch bleiben die Kosten für den Versicherer überschaubar. Auch für diese Absicherung kann das Internet als gutes Mittel für einen Vergleich herangezogen werde, da sich die Leistungen mit den entsprechenden Tarifen enorm unterscheiden können. So bieten einige private Krankenversicherer eine Absicherung mit einem verbleibenden, aber doch geringen Eigenanteil an. Bei anderen wiederum werden alle verbleibenden Kosten übernommen. Ebenso ohne Gesundheitsprüfung kommen Absicherungen für eine Sehhilfe aus.


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