Übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Akupunktur?

Die Akupunktur gehört zum großen Gebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Es konnten in der Vergangenheit schon diverse Erfolge bei den Patienten, die unter chronischen Schmerzen zu leiden hatten, erzielt werden. Aber nicht immer übernimmt auch die gesetzliche Krankenversicherung hierfür die Kosten.

Die Akupunktur hilft heilen

Bei chronischen Schmerzen, wie zum Beispiel Rückenschmerzen oder Kniebeschwerden, kann zweifelsohne eine Akupunktur hilfreich sein. Sie gehört als Teilgebiet zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und baut sich auf Lebensenergien des Körpers auf, die auf definierten Längsbahnen zirkulieren. Sie sollen einen steuernden Einfluss auf sämtliche Körperfunktionen besitzen.

Ist der Energiefluss gestört, können daraus Erkrankungen entstehen, die selbst mit einer Medikamentengabe nicht wieder zu heilen sind und im Laufe der Zeit dann chronisch werden können. Durch bestimmte Akupunkturpunkte wird der gestörte Energiefluss unterbrochen und wieder in die richtigen Bahnen gelenkt, so dass die Beschwerden dauerhaft gelindert werden.

Da mittlerweile immer mehr Patienten möglichst von der Chemie der Schulmedizin, die durch die Medikamente dem Körper zugeführt werden, unabhängig werden wollen, erfreut sich diese Form der Alternativmedizin natürlich immer größerer Beliebtheit. Bei vielerlei Erkrankungen arbeitet die Schulmedizin mittlerweile eng mit dieser sanften Alternative zusammen. Ebenso findet die Akupressur immer mehr Verwendung, die als eine nicht-invasive Form der Akupunktur bezeichnet wird.

Eine Sitzung beansprucht in der Regel zwischen 20 und 30 Minuten. In dieser Zeit muss der Patient ruhig gelagert werden, was sitzender- oder liegenderweise durchgeführt werden kann. Dabei wird die zu behandelnde Stelle zuvor leicht massiert, bevor die Nadel platziert wird. Grundsätzlich kommen nicht mehr als sechzehn Nadeln zum Einsatz, nur in Ausnahmefällen können es auch mehr sein.

Welche Krankenkassen die Kosten einer Akupunktur übernehmen, zeigt unser nachfolgender Vergleich:

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Akupunktur wird nicht immer von der Krankenkasse bezahlt

Einsatzbereiche der Akupunktur

Die Einsatzbereiche der Akupunktur sind vielseitig anzusehen, wie beispielsweise chronisches Magengeschwür, Schlafstörungen, Asthma, Schlaganfälle und diverse weitere.

Indikationsliste für Akupunktur der WHO

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bereits im Jahr 2003 eine Indikationsliste für die Akupunktur veröffentlicht, die jedoch nicht den Stand der Forschung widerspiegelt. Dies rief jedoch auch wiederum Kritiker auf den Plan, so dass dies letztendlich zur Folge hat, dass nicht jede Behandlung für jede Krankheit auch wirklich von der Krankenkasse übernommen wird.

Wann eine Akupunktur von der Krankenkasse bezahlt wird

Mittlerweile gelten als anerkannte Indikationen chronische Schmerzen, selbst wenn kein körperlicher Befund vorliegt sowie Schwangerschaftsbeschwerden. In diesen Fällen wird eine Behandlung mit Akupunktur befürwortet.

Bereits seit 2007 werden von einer Vielzahl von Krankenkassen die Kosten für eine Behandlung mit Akupunktur für bestimmte Bereiche übernommen. Hierzu zählen chronische Lendenwirbelsäulenschmerzen oder Rückenschmerzen oder chronische Schmerzen bei Kniebeschwerden.

Kosten werden meist nur für zehn Sitzungen übernommen

Je nach Indikation werden im Jahr die Kosten für zehn Sitzungen übernommen. Was darüber hinausgeht, muss vom Patienten jedoch selbst getragen werden. Nur in Ausnahmefällen können noch mehrere Sitzungen übernommen werden.

Strenge Regelungen zur Kostenübernahme

Allerdings gelten strenge Regelungen, damit eine Kostenerstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung übernommen wird. Die Sitzungen dürfen ausschließlich von Ärzten übernommen werden, die sich mit dieser Thematik auseinandergesetzt haben. Dies bedeutet, dass ein Arzt, der sich zum Spezialisten qualifizieren möchte, entsprechende Fortbildungen mit Zertifikaten absolvieren muss.

Weiterhin muss es sich dann um einen Vertragsarzt der gesetzlichen Krankenkasse handeln. Dies hat den Grund, dass ein gewisser Qualitätsstandard erreicht werden soll, womit ein bedeutendes Maß an Wirksamkeit nachgewiesen werden kann.

Was tun, wenn die Krankenkasse keine Kostenübernahme gewährt?

Vor der Behandlung die Kostenübernahme klären

Damit der Patient vor Antritt der Behandlung sicher sein kann, ob die Kosten dafür von seiner gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden oder er sie selber tragen muss, sollte er sich vorab direkt vor Ort erkundigen. Hierbei geht es darum, dass die Erkrankung angeben wird und nachgefragt wird, ob es sich bei dem ausgesuchten Arzt um einen Vertragsarzt der Krankenkasse handelt.

Ist dies nicht der Fall und der Leistungsträger kann einen anderen, spezialisierten Arzt vorlegen, bleibt nur die Akupunktur dort durchführen zu lassen. Andernfalls zahlt der Versicherte die Kosten beim eigenen Arzt selbst.

Sind die Voraussetzungen erfüllt, können ohne einen speziellen Antrag zehn Sitzungen mit der Akupunktur durchgeführt werden. Soll die Behandlung noch darüber hinausgehen, ist eine erneute Befragung nötig.

Mittlerweile werden allerdings die Kosten für eine Akupunktur auch von einer Vielzahl von privaten Krankenversicherungen übernommen.

Wer sich schon länger mit dem Gedanken trägt, eine Krankenzusatzversicherung abzuschließen, um damit eine Versorgungslücke zu schließen, sollte daher auch auf den Punkt der Akupunktur im Leistungsumfang achten. Darin enthalten ist dann ebenfalls, in welchem Umfang die Behandlungen gezahlt werden und ob es Einschränkungen bei den Krankheiten gibt.

In der Regel gehen die privaten Versicherungsanbieter mit der Alternativmedizin um einiges offener um. In jedem Fall sollte der Versicherte neben dem Punkt der Akupunktur auch auf die Tarife für das Gesamtpaket achten, um selbst für andere Bereiche gut abgesichert zu sein.


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